IT-Sicherheit kleiner Firmen gefährdet

Zahlreiche deutsche Unternehmen haben Nachholbedarf bei der Sicherung ihrer IT-Systeme, wie eine Studie des Security-Anbieters Symantec verdeutlicht. Das betrifft sowohl die Strategie, das Know-how als auch den Einsatz entsprechender Technologien.

IT-Sicherheit

Fast 40 Prozent der deutschen Kleinunternehmen verzichten einer Umfrage des Security-Anbieters Symantec zufolge bislang auf IT-Richtlinien. 37 Prozent der Befragten betrachten das IT-Management als alleinverantwortlich für die Sicherheit, 33 Prozent sehen allein den Geschäftsführer in der Pflicht: Ergebnisse, die Symantec zufolge verdeutlichen, dass Handlungsbedarf besteht. Christof Sturany, Geschäftsführer Symantec Deutschland: »Das Aufsetzen und die Einhaltung einer Sicherheitsrichtlinie, die jeden Mitarbeiter einbindet, sollte von kleineren Unternehmen realisiert werden.«

Aufklärungsbedarf herrscht über neuere Strategien von Hackern. So ist der Begriff Pharming, der Betrug mittels gefälschter Websites, 39 Prozent unbekannt. Für 31 Prozent sind Rootkits, die Viren vor entsprechenden Abwehrprogrammen verbergen, kein Begriff. 35 Prozent der Befragten haben kein Wissen über Botnetze, miteinander verbundenen Rechnern, die von Hackern ferngesteuert werden.

Viren und Trojaner sind dagegen 96 beziehungsweise 90 Prozent der befragten Firmen bekannt. Vergleichsweise häufig genutzt und damit einer Mehrheit bekannt, sind Verschlüsselungstechnologien. Diese verwenden hierzulande laut Untersuchung 53 Prozent. Content Filtering, um bestimmte Websites zu sperren, ist dagegen bislang nur in einem Fünftel der untersuchten Betriebe verbreitet. Intrusion Prevention, ein System zur Erkennung von Angriffen, nutzen nur 19 Prozent.

Die größten Sorgen bezüglich ihrer IT-Sicherheit bereiten den kleineren Firmen drahtlose Netzwerke, die 78 Prozent als Risikofeld nannten. Anschließend folgen Sicherheitsprobleme durch Handys (39 Prozent) und Bluetooth (35 Prozent).

An der Untersuchung hierzulande beteiligten sich 100 IT-Fachleute aus Unternehmen mit zehn bis 100 Angestellten.